Noosa und Gagaju „Gagagoon“

Posted by on 13/10/2013

Nach Noosa sind wir wieder mit James und seiner Klitsche gefahren. Mit an Board sein Kumpel Fred. Und erneut hatten eine witzige Reise mit den beiden Engländern, die im Grunde wie alle (inklusive wir) entweder die Ostküste hoch oder runter reisen um sich die Highlights wie Fraser Island etc. anzusehen.

Wir haben zwei Tage Aufenthalt in Noosa bevor unsere erste Tour in das Kanucamp Gagaju startet. Das Hostel ist leer, so das Lukas und ich das Glück haben uns einen achter Dorm zu zweit teilen zu können. Es ist doch mal wieder ganz nett nicht 5-6 andere Menschen und ihren ganzen Kram um sich zu haben. Noosa hat vom Lebensstil ein wenig Ähnlichkeit mit Byron Bay. Es ist alles sehr entspannt und nicht all zu groß und bis auf den Strand und den National Park mit ein paar netten Wanderwegen haben wir nichts weiter Spannendes entdecken können.

Auf dem Weg nach Gagaju (ein Kanucamp was von ein paar Alt Biker Boys geleitet wird und wohl früher ihr Biker Treff war) passiert es uns das erste mal!, dass wir zu spät zum Treffpunkt kommen. Leider hatten wir den falschen Standort, so dass der Ober Boss Alt Rocker (ich hab ihn gerne den General genannt) mit bösen Worten am Telefon, zurück kommen musste um uns einzusammeln. Der Van mit dem wir in das 40 Minuten weit entfernte Camp fahren (wo wir endlich auch mal ein paar frei lebende Kängurus zu Gesicht bekommen haben) ist natürlich voll mit Deutschen die sich die erste Zeit auch irgendwie weigern Englisch in der Öffentlichkeit zu sprechen. Im Van treffen wir aber auch auf Louise. Eine junge Französin die über Nacht mit dem Greyhound gekommen ist und daher so aussieht als ob sie auf keinen Fall mit jemandem reden will. Wir kommen dennoch super ins Gespräch mit dem üblichen Backpacker Small Talk den man halt so hat. Name? Alter? Woher kommst du? Was machst du in Australien? Wie lange bleibst du? Etc. Manchmal denkt man es wäre einfacher dies alles auf ein Stück Papier zu schreiben und zu verteilen. Aber wer es schafft darüber hinaus ein gutes Gespräch mit einem zu führen, ragt auf alle Fälle mehr als positiv aus der Masse heraus. So ist es bei Louise. Wir liegen schnell auf der gleichen Welle und so kommt es das wir die drei Tage im Camp zu dritt weiter gestalten. Im Camp treffen wir auch wieder auf James und Fred und so kommt es natürlich das wir am Abend mit ihnen und den restlichen Camper ausgiebig Getränke am Lagefeuer goonießen. Bis spät in die Nacht eskalieren wir auf unsere typische ausgelassene Lukas und Mathias Weise und haben einfach einen unglaublich guten Abend mit Menschen (und Oppossums, Fröschen, Mosquitos, riesen Spinnen etc.) die wir nicht kennen und vermutlich zum Großteil auch nie wieder sehen werden. Das Leben kann so schön einfach sein.

Unbenannt

Der nächste Tag war jedoch dementsprechend anstrengend. Acht Uhr Morgens Briefing am Fluss mit vorherigem Quartier Wechsel, Frühstück und Vorbereitung der Lunchpakete. Dazu kommt das wir auf unserer Route Flussaufwärts gegen den Wind rudern mussten. Da frag man sich schon mal schnell nach den ersten 2km warum man das nochmal macht. Doch mit Lukas, Louis (genannt Frenchy) und mir, hatten wir gute Laune an Board der Team Goon und paddelten fleißig mit den anderen drei Booten (der Flying Dutchman, Team America und Team Harry Potter) in Richtung Baumschaukel und Rastplatz. Nach einem anstrengend 7km Weg war die Pause mit Essen und Baden im Fluss mehr als verdient. Die Hoffnung den Rückweg Flussabwärts antreten zu dürfen wurde dann jedoch wegen der wechselnden Gezeiten getrübt. Doch die Aussicht auf das am Abend von uns geplante Barbegoon motivierte von neuem und führte uns am Ende müde zurück ins Camp. Der nächste Tag gestaltete sich ähnlich. Müde und mit leichten Beschwerden durch die Ruderei und den harten Boden im Zelt (ja verdammt wir sind echt keine 18 mehr) ging es auf eine etwas kürzere Route. Wie belohnten uns selbst damit beinahe den gesamten Tag einfach am Strand zu liegen und die Sonne inklusive Sonnenbrand zu genießen, bevor wir uns erneut auf den Rückweg ins Camp machten um unseren letzten gemeinsamen Abend ausgiebig zu feiern.

Am Sonntag hieß es dann wieder das Camp zu verlassen und nochmal in Noosa einzuchecken. Frenchy begleitete uns weiter, trat ihre Weiterreise nach Fraser Island aber schon einen Tag eher an, so dass sie uns auch schon wieder verlassen musste. Doch auch dieser lieb gewonnen Französin werden wir vermutlich noch das ein oder andere Mal auf unserer Reise in den Norden begegnen dürfen.

Unbenannt

Posted from Brisbane, Queensland, Australia.

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